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Bemessung kurzlebiger Holzpackmittel

Das Forschungsvorhaben sollte praxisnahe Grundlagen für das Bemessen kurzlebiger Holzpackmittel erarbeiten. Bislang fehlten Richtlinien und Normen zu den Festigkeitsanforderungen von Packmitteln aus Holz wie Kisten und Verschlägen. Bei Schadensfällen werden daher stets die Regelwerke aus dem Bauwesen herangezogen. Doch diese Regelungen führen zu Anforderungen, die für Holzpackmittel allgemein als zu hoch eingeschätzt werden.  Überdimensionierte Holzpackmittel wären die Konsequenz, wenn die Regelungen aus dem Bauwesen erfüllt werden sollten.

Hier wird die Durchbiegung von Kanthölzern gemessen.

Für das Forschungsprojekt wurde die typische Produktpalette kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) herangezogen. Die Verpackungsexperten von BFSV und dem Hamburger Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI)  konnten für tragende Kistenelemente wie Längskufen, Deckelunterzüge und Vertikalleisten die optimalen Maße und Eigenschaften ermitteln. Dazu haben sie ein Berechnungsverfahren entwickelt, das sich auf das Nachweiskonzept gemäß DIN EN 1995-1-1:2010-12 (Eurocode 5) bezieht.

Die Untersuchungen haben erfreuliche Ergebnisse erbracht: Allein durch das neue Nachweiskonzept kann mit bis zu 50% höheren Tragwiderständen gerechnet werden als mit den zulässigen Spannungen gemäß DIN 1052:1988-04. Damit können die Anforderungen an tragende Kistenelemente künftig stärker an den Bedürfnissen der Praxis ausgerichtet werden.

Dieses Forschungsvorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und der Arbeitsgemeinschaft indus­trieller Forschungsvereinigungen / Allianz Industrieforschung (AiF) gefördert.

Ihr Ansprechpartner
Prof. Dr.-Ing. Bernd Sadlowsky

Prof. Dr.-Ing. Bernd Sadlowsky

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