BFSV-Forschung zum Korrosionsschutz

Ein Risikofaktor beim Transport von Waren ist die Korrosion. Bei ihrer Reise um den Globus reisen Container oft durch mehrere Klimazonen. Dabei führen schwankende Temperaturen zu Kondenswasser. Jährlich entstehen Unternehmen Schäden in erheblicher Höhe, weil ihre Metall-Produkte Rost ansetzen.

Um diese Korrosion bei Lagerung und Transport zu verhindern, haben sich zwei Methoden bewährt:

  • ein Trockenmittel bindet das Wasser (Trockenmittelmethode)
  • auf der Metalloberfläche lagern sich Moleküle an (Volatile Corrosion Inhibitor), die Korrosionsprozesse hemmen (VCI-Methode)

Korrosionsschutz Prüftstand am BFSV entwickelt

Wir haben am Institut für BFSV einen computergesteuerten Prüfstand entwickelt. Hier können Probebleche bis zu 15 verschiedene Betauungszyklen durchlaufen. Für eine realistische Prüfung werden diese Bleche z.B. mit Resten von Tiefziehölen oder Schweißpunkten versehen.

Für gezielte Untersuchungen betreiben wir den Prüfstand auch in einer Klimakammer. Dort können die Umgebungsbedingungen an eine Versandart oder Route angepasst werden.
Diese Forschungsarbeit liefert maßgeschneiderte Ergebnisse für VCI-Applikationen. Damit legt die F+E-Arbeit des BFSV die Basis für einen gezielten, sicheren und wirtschaftlichen Einsatz der Korrosionsschutzmittel in der Praxis.

Vom BFSV entwickelter Prüfstand für VCI Korrosionsschutz

Was bewirkt unsere Korrosionsforschung?

Lesen Sie dazu einen Auszug aus dem rechts stehenden Forschungsbericht AIF Nr. 14115N, Seite 20:

„Mit der entwickelten Prüfeinrichtung ist es gelungen, durch eine hohe Reproduzierbarkeit der Ergebnisse objektivere Beurteilungen in Bezug auf die Wirksamkeit von VCI Produkten durchzuführen und damit auch eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen.“ […]

„Die im AIF-Projekt AIF Nr. 14115N formulierte Zielsetzung, mit den durchgeführten Untersuchungen, deren Ergebnisse und Schlussfolgerungen sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer anwenderbezogenen und damit praxisnäheren Prüfung von VCI- Materialien in Bezug auf deren Schutzwirkung.“

Dieses Forschungsvorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen / Allianz Industrieforschung (AiF) gefördert.

Ihr Ansprechpartner:

Prof.Dr. Bernd Sadlowsky
Tel. 040/42875-6010
bernd(dot)sadlowsky(at)bfsv(dot)de

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