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Den Zurrgurt enger schnallen: Ladungssicherung schützt vor dem Fall

Das ist gut gemeint - doch zuverlässige Ladungssicherung sieht anders aus! Wir sagen Ihnen, wie es richtig geht.
Unzureichende Ladungssicherung

Beschleunigen, bremsen, ausweichen, Schlaglöcher meistern oder Kurven fahren: Sind schwere Lkw in Bewegung, wird die Ladung entgegengesetzten Kräften ausgesetzt. Ist die Fracht falsch verteilt und unzureichend gesichert, kann sie verrutschen, auf die Straße fallen oder das Fahrzeug zum Kippen bringen. Dann sind Fahrer und Unbeteiligte in Gefahr. Wer haftet?

Als Ladungssicherungsmittel werden Zurrgurte, rutschhemmende Materialien und Abdecknetze einsetzt. Sie halten die Ladung gemäß Form und Masse auf der Ladefläche fest. Eine Pi-mal-Daumen Methode reicht dafür nicht, vielmehr sind Fahrer, Verlader und die Spediteure verpflichtet, die VDI Richtlinie 2700 sachgemäß umzusetzen. Am BFSV Verpackungsinstitut können sich Unternehmen zur Ladungssicherung beraten lassen. Mit Berechnungen und Fahrversuchen finden wir stets eine Methode, um Packstücke und Güter richtig zu sichern.
Darüber hinaus schulen wir das Personal. In unserem Weiterbildungsangebot befindet sich auch ein Ladungssicherungsseminar.

Ladungssicherung mit Kantenschutzmitteln

Kantenschutzmittel sind eine wichtige Ergänzung bei der Ladungssicherung. Kantenschoner, Keile, Gleitschutzwinkel oder Kantenprofile aus Wellpappe, Metall; Karton oder Kunststoff schützen Ecken und Kanten vor Reibung, Quetschungen und Zugkraft Belastungen.
Wie die Ladungssicherungsmittel selbst, sind Kantenschutzmittel für Verpackungen genau spezifiziert. Unternehmen, die diese produzieren oder regelmäßig einsetzen, können ihre Kantenschoner am BFSV Verpackungsinstitut prüfen lassen.

Schachtel mit eingedrückter Kante
Kantenschaden durch Umreifungsband

BFSV Kantenschutzmittel Prüfung gemäß DIN EN 13393:2001

Kantenschutzmittel unterscheiden sich nach Form und Werkstoff, häufig bestehen sie aus Recyclingmaterial. Gewisse Abweichungen sind daher zulässig. Die DIN EN 13393 benennt jedoch klare Grenzwerte und beschreibt die dazugehörigen Messmethoden und Testverfahren.
Am BFSV beginnt eine Kantenschutzmittel Prüfung gemäß DIN EN 13393:2001 mit einer klimatischen Vorbelastung. Nach 72 Stunden wird das Prüfmuster diversen mechanischen Belastungen ausgesetzt:  Winkelschutzprofile werden einer Dreipunkt Biegekraftprüfung unterzogen, zudem müssen die Kantenschoner senkrecht eine Stauchprüfung absolvieren. Bei beiden Prüfungen wird die maximale Beanspruch in Newton (N) dokumentiert, entscheidend ist, wann das Prüfstück ausfällt. An diesem Punkt ist seine Belastungsgrenze erreicht.
Zudem werden Länge, Schenkelbreite und Materialdicke von Winkelprofilen vermessen, da die unterschiedlichen Produkte nur wenige Millimeter von der Norm abweichen dürfen.

Akkreditierung
Die Kompetenz unserer Prüflabore für die Verpackungsprüfung ist offiziell anerkannt:
Ihr Ansprechpartner
Prof. Dr.-Ing. Bernd Sadlowsky

Prof. Dr.-Ing. Bernd Sadlowsky

Tel. 040/42875-6010
bernd.sadlowsky(at)bfsv(dot)de